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Flagge von Venetien
(150 x 90 cm)

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Fahne von Venetien (italienische Region)

Venetien bzw. Venezien (auf italienisch: Veneto und auf venezianisch: Vèneto) ist eine Region in Nordostitalien. Die regionale Hauptstadt ist Venedig.

Material: 100% Polyester
Größe: ca. 150 x 90 cm (Breite x Höhe)

Die Flagge von Venetien ist an der kurzen Seite
mit 2 stabilen Metall-Ösen versehen
und rundum doppelt umsäumt.

Die Venezianische Fahne ist wind-, wetter- und lichtfest und weht
aufgrund des verwendeten Materials bereits bei leichter Brise.
Sie läßt sich bei 30 Grad in der Maschine waschen.

Weitere Informationen zu Herkunft und Geschichte dieser Flagge gibt es hier.

Gewicht: 0,15 kg

Artikelnummer: S-S-0222

Preis: € 10,90
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Venetien

(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Dieser Artikel beschreibt die Region in Nordostitalien; zu weiteren Bedeutungen von Veneto siehe Veneto (Begriffsklärung).
Venetien
Basisdaten
Hauptstadt: Venedig
Provinzen: Belluno, Padua, Rovigo, Treviso, Venedig, Verona, Vicenza
Fläche: 18.378 km²
Einwohner: 4.912.438 (31. Dez. 2009)[1]
Bevölkerungsdichte: 267 Einwohner/km²
Website: www.regione.veneto.it
ISO 3166-2: IT-34
Präsident: Luca Zaia
Karte

Venetien bzw. Venezien (ital. Veneto bzw. venezianisch Vèneto) ist eine Region in Nordostitalien mit 18.378 km² und 4.912.438 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009). Die regionale Hauptstadt ist Venedig.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Venetien ist mit 18.378 km² die flächenmäßig achtgrößte Region Italiens und rangiert mit seinen über 4,9 Millionen Einwohnern an fünfter Stelle.

Die Region grenzt im Osten an Friaul-Julisch Venetien, im Nordwesten an Trentino-Südtirol, im Westen an die Lombardei und im Süden an die Emilia-Romagna. Der Nordzipfel Venetiens grenzt an Österreich.

Nördlichster Punkt der Region ist die „Cima Vanscùro“ an der österreichischen Grenze, südlichster Punkt ist die „Punta di Goro“, am Delta des Po.

Geomorphologisch lässt sich Venetien wie folgt einteilen:

  • die Alpenzone mit den Dolomiten (höchster Berg ist die Marmolata, 3.343 m ü. M.)
  • die venetischen Voralpen
  • eine weitreichende Hügellandschaft (Euganeische Hügel, Colli Berici, Colli Asolani und Montello-Gebiet)
  • eine große Ebene, die Poebene, die von zahlreichen Flüssen durchflossen wird: Po, Etsch, Brenta, Piave, Sile, Livenza
  • die Ostküste des größten italienischen Sees, des Gardasees;
  • die 150 km lange Adriaküste, wo sich zahlreiche Lagunen erstrecken

56,4 % des Regionalgebietes sind eben, 29,3 % bergig und 14,3 % hügelig.[2]

Provinzen

Die Region ist in 7 Provinzen unterteilt. Die flächenmäßig größte ist die Provinz Belluno, die Provinz Padua die bevölkerungsreichste.

Provinz Einwohner des Hauptortes Fläche (km²) Einwohner der Provinz Bevölkerungsdichte (Einw./km²) Gemeinden
Provinz Belluno 36.147 3.678 213.059 57,9 69
Provinz Padua 209.696 2.141 905.112 422,8 104
Provinz Rovigo 51.378 1.789 245.598 137,3 50
Provinz Treviso 81.665 2.477 865.194 349,3 95
Provinz Venedig 268.741 2.463 841.609 341,7 44
Provinz Verona 262.403 3.121 889.862 285,1 98
Provinz Vicenza 113.969 2.722 848.642 311,8 121
Provinzen in Venetien

Die größten Gemeinden

Position Gemeinde Bevölkerung
(Einw.)
Fläche
(km²)
Bevölkerungsdichte
(Einw./km²)
Höhe über dem Meeresspiegel
(m)
Provinz
Venedig 268.741 412,54 651,4 1 VE
Verona 262.403 206,63 1.269,9 59 VR
Padua 209.696 92,85 2.258,4 12 PD
Vicenza 113.969 80,54 1.415,1 39 VI
Treviso 81.665 55,50 1.741,4 15 TV
Rovigo 51.378 108,55 473,3 6 RO
Chioggia 50.880 185,20 274,7 2 VE
Bassano del Grappa 42.237 46,79 902,7 129 VI
San Donà di Piave 39.774 78,73 505,2 3 VE
10° Schio 38.779 67,04 578,4 200 VI

Geschichte

Hauptartikel: Republik Venedig

Historisch gesehen gehörte die Region die meiste Zeit zur Republik Venedig, deren Terraferma sie bildete. 1797 kam der größte Teil des Gebietes nach dem Frieden von Campo Formio zu Österreich. Nach der Niederlage Österreichs gegen Napoleon in Austerlitz und dem Pressburger Frieden wurde Venetien 1805 dem von Frankreich abhängigen Königreich Italien zugeschlagen; 1815 kam es durch den Wiener Kongress wieder zu Österreich.

Nach dem dritten Unabhängigkeitskrieg wurde die Region 1866 schließlich ein Teil Italiens: Da das mit Italien verbündete Preußen Österreich in der Schlacht von Königgrätz besiegt hatte, musste Österreich Venetien trotz seiner militärischen Erfolge im Süden an Frankreich (das eine – wenn auch nicht unbedingt neutrale, sondern eher mit Piemont sympathisierende – Vermittlerrolle einnahm) abtreten, das es dann an Italien weitergab.

Venetien war ein bedeutender Schauplatz des Ersten Weltkrieges. Dort wurde die entscheidende Schlacht von Vittorio Veneto geschlagen, woraufhin bei Padua der Waffenstillstand von Villa Giusti zwischen dem Königreich Italien und Österreich-Ungarn unterfertigt wurde. Nach der Annexion von Südtirol wurden die ladinischen Gemeinden Cortina, Livinallongo und Colle Santa Lucia der venetischen Provinz Belluno zugeschlagen.

Zwischen 1943 und 1945 gehörte Venetien großteils zur Italienischen Sozialrepublik, die Provinz Belluno wurde in die Operationszone Alpenvorland einverleibt. Zahlreiche Städte wurden von den Alliierten von der Luft aus bombardiert. Am schlimmsten traf es Treviso und Vicenza sowie die Hafenanlagen von Marghera. Auch Padua und Verona wurden das Ziel von Bombenangriffen.

Im Jahre 1963 wurde die Region von der Katastrophe von Vajont erschüttert. Am 9. Oktober löste sich eine 270 Millionen Tonnen schwere Flanke von dem Monte Toc. Geröll und Steine rutschten in den Vajont-Stausee. 25 Millionen Tonnen Wasser schwappten über den Staudamm, eine 160 Meter hohe Flutwelle vernichtete fünf Dörfer im Tal, unter anderem die Ortschaft Longarone. Fast 2000 Menschen kamen ums Leben. Es war eine der größten Naturkatastrophen, die sich je in Europa ereignet haben.[3]

Bevölkerung

Bis Anfang der 1970er Jahre war das arme Venetien ein ausgesprochenes Auswanderungsland. Zwischen 1870 und 1970 verließen über 3 Millionen Menschen die Region, bis 1930 vor allem in Richtung Lateinamerika und danach verstärkt in andere Gegenden Italiens.

Seit der Industrialisierung im Zuge der 1970er Jahre sind zahlreiche Süditaliener nach Venetien gezogen, aber auch viele Ausländer, hauptsächlich Osteuropäer, so dass zum 31. Dezember 2008 454.453 ausländische Staatsangehörige (9,30% der Bevölkerung) in der Region ihren Wohnsitz hatten.

Pos. Herkunftsland Bevölkerung  %-Anteil an der regionalen Bevölkerung
1 Rumanien Rumänien 91.355 1,87%
2 Marokko Marokko 54.105 1,11%
3 Albanien Albanien 40.788 0,83%
4 Moldawien Moldawien 25.686 0,53%
5 China Volksrepublik China 24.782 0,51%
6 Mazedonien Mazedonien 20.688 0,42%
7 Serbien Serbien 20.494 0,42%
8 Bangladesch Bangladesch 16.095 0,33%
9 Indien Indien 12.378 0,25%
10 Ukraine Ukraine 12.289 0,25%
11 Ghana Ghana 11.985 0,25%
12 Nigeria Nigeria 11.158 0,23%
13 Sri Lanka Sri Lanka 10.374 0,21%
14 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 9.206 0,19%
15 Senegal Senegal 8.064 0,17%
16 Brasilien Brasilien 6.562 0,13%
17 Kroatien Kroatien 6.358 0,13%
18 Tunesien Tunesien 6.285 0,13%
19 Polen Polen 5.342 0,11%
20 Philippinen Philippinen 4.941 0,10%
Andere Länder 55.518 1,14%

Sprachen

Neben Italienisch sprechen die meisten Einwohner Venezianisch, das aufgrund der tiefgreifenden Unterschiede zum Standarditalienischen als eigenständige Sprache betrachtet werden kann. Es werden auch Deutsch (in Sappada/Plodn), Friaulisch (in und um Portogruaro) und Ladinisch (Cortina d’Ampezzo/Anpezo, Livinallongo del Col di Lana/Fodom und Colle Santa Lucia/Col) gesprochen. Da die Region über keinen Autonomiestatus verfügt, werden die Minderheitensprachen kaum gepflegt. Deshalb haben die drei ladinischen Gemeinden in einer Volksabstimmung im Herbst 2007 für die Angliederung an das autonome Trentino-Südtirol gestimmt, während sich Plodn für den Anschluss an Friaul-Julisch Venetien ausgesprochen hat. Das Parlament in Rom, das in diesen Fragen das letzte Wort hat, ist bisher untätig geblieben.

Die zimbrischen Sprachinseln in den Sieben und Dreizehn Gemeinden sind infolge der faschistischen Italianisierung beinahe ausgestorben.

Politik

Die traditionell konservativ und katholisch geprägte Region war über Jahrzehnte eine Hochburg der italienischen Christdemokraten. Seit den 1990er Jahren wird die Region von Mitte-rechts-Bündnissen regiert.

Durch die Erinnerung an die lange Selbständigkeit und stolze Tradition Venedigs sind autonomistische und separatistische Tendenzen besonders ausgeprägt. Die Lega Nord-Liga Veneta ist stark vertreten. Sie stellt den Bürgermeister in der Großstadt Verona und in Treviso, sowie in zahlreichen mittleren und kleinen Gemeinden. Bei den Regionalwahlen vom 28. und 29. März 2010 ging die Lega als stärkste Partei hervor und stellt mit Luca Zaia erstmals den Präsidenten der Region.

Präsidenten der Region Venetien
Präsident Partei Zeit im Amt
Angelo Tomelleri DC 1970–1972
Piero Feltrin DC 1972–1973
Angelo Tomelleri DC 1973–1980
Carlo Bernini DC 1980–1989
Gianfranco Cremonese DC 1989-1992
Franco Frigo DC 1992–1993
Giuseppe Pupillo PDS 1993–1994
Aldo Bottin PPI 1994–1995
Giancarlo Galan FI, PDL 1995–2010
Luca Zaia LN 2010-

Wirtschaft

Venetien gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen Italiens, die seit dem Zweiten Weltkrieg einen strukturellen Wandel von einer landwirtschaftlich geprägten Gegend in eine Industrieregion erlebt hat.

Dennoch hat die Landwirtschaft nach wie vor eine bedeutende Rolle. Venetien ist eine bedeutende Weinbauregion: hier werden die Weinsorten Valpolicella und Prosecco erzeugt. Auch der Radicchio ist ein typisch regionales Produkt.

Die Industrie besteht hauptsächlich aus kleinen und mittleren Betrieben. In der Provinz Venedig findet man Öl-Raffinerien, vor allem in Porto Marghera, Chemieindustrien und Schiffwerften. In Noale ist der Motorrad- und Motorrollerhersteller Aprilia ansässig. In den Provinzen Verona und Rovigo ist die Lebensmittelindustrie besonders stark vertreten. In Porto Tolle bei Rovigo befindet sich Italiens größtes thermoelektrisches Stromkraftwerk. Vicenza ist ein Zentrum der Goldschmiedekunst. Die Provinz Padua ist in der Metallverarbeitung stark. Zu den wichtigsten Unternehmen in der Gegend von Treviso gehören Electrolux und DeLonghi. In Agordo (Provinz Belluno) sitzt Luxottica, der weltweit größte Brillenhersteller. Die Modeindustrie ist in der ganzen Region stark vertreten: Benetton, Geox, Diesel und Bottega Veneta sind große Modenamen aus Venetien.

Sehr bedeutender Wirtschaftszweig ist der Tourismus: Venetien ist Italiens erste Touristenregion, mit über 14 Millionen Touristen im Jahr 2007 (davon kamen über 20% aus Deutschland).[4] Neben Venedig sind auch die Opernstadt Verona und die Universitätsstadt Padua beliebte Touristenziele, wie auch der Dolomitenort Cortina d’Ampezzo, die Gardaseegemeinden Peschiera, Garda und Malcesine, der Thermalkurort Abano Terme, die Seebäder Jesolo und Caorle.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 123.6 (EU-25:100) (2005).[5] Nominell beträgt das Pro-Kopf-BIP 28.643€. Was das gesamte regionale Bruttoinlandsprodukt anbelangt, liegt Venetien mit über 135 Milliarden € nach der Lombardei und Latium italienweit an dritter Stelle. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 %.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch

  • Sistema Ferroviario Metropolitano Regionale

Quellen

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2009.
  2. Regionalrat von Venetien, Geographische Daten
  3. Als der Berg in den See fiel, Süddeutsche Zeitung, 26. Oktober 2007
  4. Statistikamt der Region Venetien
  5. Regionales BIP je Einwohner in der EU27

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