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Flagge Moin Moin - Motiv 1

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Flagge "Moin Moin" - Motiv 1

Auf der Flagge abgebildet ist ein Seehund der seinen Kopf aus dem Wasser streckt über der Aufschrift "Moin Moin".

Material: Polyestergewebe
Größe: ca. 150 x 90 cm (BxH)

Die Flagge ist an der kurzen Seite
mit 2 stabilen Metall-Ösen versehen
und rundum doppelt umsäumt.

Die Fahne ist wind-, wetter- und lichtfest und weht
aufgrund des verwendeten Materials bereits bei leichter Brise.
Sie läßt sich bei 30 Grad in der Maschine waschen.

Gewicht: 0,15 kg
 
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Moin

(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie) Moin – Wikipedia

Moin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Dieser Artikel befasst sich mit der Begrüßung „Moin“. Für andere Bedeutungen, siehe Moin (Begriffsklärung).

Moin ist ein regional in Teilen Norddeutschlands und dem Süden Dänemarks (Südjütland) – dort Mojn geschrieben[1] – verbreiteter Gruß, der prinzipiell zu jeder Tages- und Nachtzeit verwendet werden kann.[2] Beiderseits der Grenze wird Moin (bzw. Mojn) heute in allen ansässigen Sprachen samt deren Varietäten und Dialekten verwendet[3]. Es gibt allerdings regional unterschiedliche Konventionen zur Verwendung, was etwa die Tageszeit, den formellen Aspekt oder die Verdopplung („Moin moin“) betrifft. Moin hat sich über das traditionelle Verbreitungsgebiet hinaus bei der jungen Generation über die gesamte Nordhälfte Deutschlands ausgebreitet, wird allerdings dort außerhalb des Morgens häufig fälschlicherweise mit einem klassischen Guten Morgen verwechselt und als Respektlosigkeit verstanden.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Die genaue Herkunft des Grußes „Moin“ ist nicht exakt belegbar, es gibt aber einige Hinweise darauf, wo die möglichen Wurzeln des Grußes zu finden sind.

Linguisten nehmen an, dass Moin dem Angeredeten sprachökonomisch „einen Guten“ (= moien) wünscht, was erklären würde, dass Moin zu jeder Tageszeit gebraucht wird.

Gegen die Herleitung von Moin aus dem ostfriesisch-niederdeutschen mōj spricht allerdings die Tatsache, dass Moin das einzige Wort dieser Sprache ist, das den kurzen oi-Diphthong aufweist, der aufgrund phonologischer Gesetzmäßigkeiten nicht aus -ōj- hergeleitet werden kann. Im Übrigen scheint Moin eine relativ junge Sprachschöpfung zu sein, und manches spricht für die Annahme, dass es sich hier um die Übernahme und später eigenwillige Umformung eines Morjen (Guten Morgen) preußischer Verwaltungsbeamter in Ostfriesland handelt.

Für eine Herkunft aus dem Friesischen spricht hingegen die Tatsache, dass Moin Moin als Grußformel bis in die 1970er Jahre nur in Ostfriesland, dem Emsland, Hamburg, im Oldenburgischen und in den nordfriesischen Regionen Schleswig-Holsteins sowie in Flensburg verbreitet war. In den anderen Regionen Schleswig-Holsteins hingegen wurde die übliche informelle Grußformel „Tach!“ verwendet.

Moin Moin ist möglicherweise direkt aus dem friesischen moi moren entstanden. Der letzte Teil morn (Morgen) bekommt in dieser Verwendung dann also die Bedeutung Tag, oder, wie der Norddeutsche gerne zu grüßen pflegt, Tach. Vielfach wird argumentiert, dass das Wort nicht von Morgen oder Guten Morgen abstamme. Es wird aber von Nicht-Friesen meist als Bildung aus Guten Morgen (→ Morgen → Morjen → Mojen → Mojn → Moin) empfunden.

Die älteren Ostfriesen selbst sind jedoch davon überzeugt, dass „Moin“ die zusammengezogene Form des Grußes „Moi’n Dag!“ = „Schönen/guten Tag!“ sei, denn „Moi“ ist ein oft gebrauchtes Wort im ostfriesischen Platt für „schön“ oder „gut“. Auch ist „Dat is moi“ eine oft verwendete Redewendung im ostfriesischen Platt und wird mit derselben Bedeutung auch in den Niederlanden ("mooi") gebraucht, mit deren Sprache, zum Beispiel im Groninger Land das ostfriesische Platt sehr eng verbunden ist.

Verwendung

Im Gegensatz zum niederdeutschen goden Morgen wird Moin in manchen Regionen Norddeutschlands den ganzen Tag über verwendet, in anderen aber wiederum nur am (frühen) Morgen.

Inzwischen wird umgangssprachlich, vor allem unter Jugendlichen, auch Moinsen verwendet. Die Herkunft ist unklar.

Moinsen findet Verwendung, wenn:

  • mehrere Leute auf einmal angesprochen werden (Moinsen als Kurzform für „Moin zusammen“)
  • das Moin besonders betont werden soll („ich grüße Dich besonders herzlich“)
  • auf ein Moin geantwortet wird („Moin zurück“).

Wahrscheinlich von gleicher Herkunft wie Moin ist das Luxemburgische Moien als Begrüßung, das ebenfalls nicht nur „guten Morgen“ heißt, sondern im ganzen Tagesverlauf verwendbar ist.

Moin und Moin Moin sind international im gesamten friesischen Sprachraum verbreitet: Auch im Osten der Niederlande, ausgehend von Westfriesland, und im Süden Dänemarks, ausgehend von Nordfriesland (Mojn) werden sie benutzt. Mojn ist regional auf das deutsch-dänische Grenzgebiet (Nordschleswig) begrenzt. Hier wird Mojn auch zur Verabschiedung genutzt. In Norddeutschland wird in einigen Gegenden „Moin“ und „Moin Moin“ analog dazu ebenfalls auch zur Verabschiedung benutzt.

Moin ist auch in der Deutschen Marine als halbformelle Grußformel anerkannt. So kann man häufig anstatt des oft als sperrig empfundenen Guten Morgen/Tag/Abend, Herr... ein Moin, Herr ... hören. Unter Marinesoldaten verbreitet ist die Meinung, dass gerade dies zu einer weniger gespannten Atmosphäre in der Marine führt und den Kameradschaftsgeist stärkt.

In manchen Teilen Norddeutschlands wird den Begriffen Moin und Moin, Moin weiterhin eine unterschiedliche Bedeutung zugesprochen; Während Moin lediglich als Grußformel betrachtet wird, enthält Moin Moin zusätzlich eine gesprächsanbahnende Komponente, sozusagen eine Aufforderung zum Smalltalk oder Norddeutsch Klönschnack.

Sprachgeschichtlich verwandt mit „Moin“ ist der norwegische Gruß morn, der nach Ansicht vieler Skandinavisten aus dem Mittelniederdeutsch der Hanse stammt. Im Gegensatz zu god morn oder god morgen (guten Morgen), das nur am Vormittag angebracht ist, ist morn informeller und kann den ganzen Tag bis in die Nacht (z. B.: statt god aften: guten Abend) verwendet werden.

In Finnland sagt man moi bzw. moi, moi, das aber ein stark umgangssprachliches Begrüßungswort ist.

Im Rheiderland gibt es häufig sowohl bei Älteren als auch unter Jugendlichen die Variante „Mui“, die sich unter Einfluss der niederdeutschen Variante aus den angrenzenden Niederlanden entwickelt hat. Diese Form gibt es vereinzelt auch als „moi“ (wie in den Niederlanden und Finnland), „mai“ oder „mäi“.

Um das Wort „Moin“ im deutschen Sprachgebrauch zu erhalten, hat der private Bremer Radiosender Energy Bremen eine Wortpatenschaft beim „Verein deutsche Sprache“ für das Wort „Moin“ übernommen. Die Morgenshow des Senders wurde im August 2006 in „Moin!“ umbenannt.

Weitere Abwandlungen: Moiner, Moiners

Verbreitungsgeschichte in Norddeutschland

Moin war zunächst nur bei den Friesen und dann in Südschleswig bis zur Ostseeküste in Angeln und Flensburg (dort hatten sich im 18. Jahrhundert viele Nordfriesen niedergelassen) üblich. Während Moin also im mehrsprachigen Flensburg schon sehr lange fest eingebürgert ist, findet es sich im übrigen niederdeutschen Sprachraum als neue Sprachform in der Umgangssprache jüngerer Leute. Beispielsweise gehört es nicht zum niederdeutschen Dialekt in Holstein und wird dort von den älteren Einheimischen zwar verstanden, aber eben als eine Art Morjen (berlinerisch) und nicht zu einer anderen Tageszeit als morgens erwartet, wie Tach.

Inzwischen wird der Gruß von vielen Deutschen verstanden.[4] Auch bei Führungskräften aus Wirtschaft und Politik wird der Gruß benutzt.[5] Der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm bezeichnete Moin als „die genialste Wortschöpfung aller Zeiten“,[6] auch die ehemalige „Landesmutter“ Heide Simonis verwendet den Gruß auffallend oft, so Sprachforscher. Auch im Duden ist er inzwischen zu finden,[7] seit der 23. Auflage.[8] Die Rechtschreibkorrektur von Microsoft Office hat es ebenfalls in ihre Datenbank aufgenommen.[9] Mittlerweile ist Moin bis in den Süden Deutschlands verbreitet.[10] Jedoch wird es im äußersten Süden des deutschen Sprachgebiets (zumal größtenteils in der Schweiz und in ganz Österreich) allenfalls passiv verstanden.

In Teilen der deutschsprachigen Südostschweiz (im Kanton Graubünden), verwendet man in der Umgangssprache das Wort Moi, um eine Einzelperson zu begrüßen oder sich von ihr zu verabschieden. Für mehrere Personen benutzt man die Zusammensetzung Moi-zäme, wobei der Wortteil zäme Dialekt ist und ins Hochdeutsche übertragen zusammen heißt. Moins ist eine Ableitung von Moi und bedeutet, dass man mehrere Personen anspricht, also eine weitere Variante des Plurals.

Literarische Belege

In der Literatur des 19. Jahrhunderts sucht man vergeblich nach dem Gruß „Moin“ oder „Moin Moin“. Dagegen lässt Arno Holz in seiner Komödie „Sozialaristokraten“ (Berlin, 1924) seine Figur Wilhelm Werner, genannt „Elefantenwilhelm“, den Gruß mehrfach verwenden. Werner spricht einen breiten hochdeutschen Berliner Dialekt. (Quelle: Projekt Gutenberg). Dementsprechend muss der Gruß in den 1920er Jahren in Berlin gebräuchlich gewesen sein.

Moin Moin ist des Weiteren der Name eines im niederdeutschen Raum bekannten Liedes der Gruppe Godewind, das 1980 auf der gleichnamigen Platte erschien.

Siehe auch

  • Gude
  • Servus
  • Tschüs

Einzelnachweise und -anmerkungen

  1. http://www.region.de/wm316951
  2. Moin zu jeder Tageszeit, Abruf: 11. Juli 2009.
  3. Hochdeutsch, Niederdeutsch, Dänische Sprache (incl. Sønderjysk, Sydslesvigdansk), Nordfriesisch, Petuh
  4. Artikel aus dem „Hamburger Abendblatt“ – Moin wird längst nicht mehr nur in Norddeutschland verstanden, Abruf: 11. Juli 2009.
  5. Artikel aus dem „Hamburger Abendblatt“ – Moin wird wird auch von Führungskräften verwendet, Abruf: 11. Juli 2009.
  6. Artikel aus dem „Hamburger Abendblatt“ – Zitat von Björn Engholm, Abruf: 11. Juli 2009.
  7. Vgl. Duden Band 1 – Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage, S. 699 I.
  8. Welt-Online – „Moin“ steht seit der 23. Auflage im Duden, Abruf: 11. Juli 2009.
  9. Microsoft nimmt „Moin“ in den Office-Wortschatz auf, Abruf: 11. Juli 2009.
  10. Welt-Online – „Moin“ ist bis in den Süden verbreitet, Abruf 11. Juli 2009.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Moin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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